Prototypwerkzeug nutzen, wenn
Mit Spritzgussteilen noch gelernt, gemessen oder korrigiert werden muss, bevor die Serienwerkzeug-Geometrie fixiert wird.
Das Prototypwerkzeug konkurriert nicht mit dem Serienwerkzeug: Es reduziert Unsicherheit, bevor die endgültige Werkzeugentscheidung fixiert wird.
Ein Serienwerkzeug ist für wiederholbare, stabile und wirtschaftliche Fertigung über den Produktlebenszyklus ausgelegt. Dafür braucht es eine reife Definition von Design, Material, Toleranzen, Kühlung, Automatisierung, Wartung und Standzeit.
Ein Prototypwerkzeug verfolgt ein anderes Ziel: repräsentative Spritzgussteile erzeugen, um Design, Material, Schwindung, Verzug, Montage, Prozess und CTQ vor dem endgültigen Werkzeug zu validieren.
Mit Spritzgussteilen noch gelernt, gemessen oder korrigiert werden muss, bevor die Serienwerkzeug-Geometrie fixiert wird.
Design, Material, Toleranzen, Prozess und Volumen definiert sind und das Hauptziel wiederholbare Fertigung ist.
Erkenntnisse aus dem Prototyp dokumentiert und in das Serienwerkzeug übertragen werden, um Anlaufiterationen zu reduzieren.
| Kriterium | Prototypwerkzeug nutzen, wenn | Serienwerkzeug nutzen, wenn |
|---|---|---|
| Ziel | Validieren und lernen vor der Investition | Stabil über den Produktlebenszyklus fertigen |
| Anfangskosten | Niedriger als ein vollständiges Serienwerkzeug | Höher wegen Robustheit, Kavitäten, Kühlung und Automatisierung |
| Änderungsflexibilität | Flexibler für Design- oder Prozessanpassungen | Begrenzter: jede Änderung kann teuer und langsam sein |
| Standzeit | Für Kleinserien oder Vorserien gedacht | Für wiederholte Produktion und höhere Stückzahlen ausgelegt |
| Wert für P2P | Macht technische Unsicherheit zu Messdaten | Nutzt diese Daten für einen risikoärmeren Serienstart |
Das Prototypwerkzeug dient dem Lernen und Ändern; das Serienwerkzeug dient der wiederholbaren Fertigung über die Produktlebensdauer.
Wenn Material, Toleranzen, Verzug, Montage, Anspritzpunkt oder mögliche Fehler noch Stahländerungen erforderlich machen könnten.
Messungen, Prozessparameter, Auffälligkeiten, freigegebene Änderungen und CTQ-Kriterien sollten übertragen werden, um Anlaufiterationen zu reduzieren.
Technische Unterschiede zwischen Prototypwerkzeug und Serienwerkzeug im Kunststoff-Spritzguss: Kosten, Durchlaufzeit, Standzeit, Änderungsflexibilität und Validierung vor Serieninvestition.
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